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Greece 2019

Kreta Oktober 2019

Vor der ersten Runde im Handbike steht leider das verpacken! Nicht meine Lieblingbeschäftigung, Christo leistet da bessere Arbeit, aber wer sportsüchtig ist und unbedingt im Urlaub biken will muss da durch.

Der Transport klappte gut, allerdings war die Mitarbeiterin am Check-in eher skeptisch und gab mir rote Riesenplastiksäcke um das Bike darin zusätzlich zu schützen, falls ein Teil abfalle gehe es wenigstens nicht verloren.

Aber der Aufwand lohnt sich, denn es macht richtig Laune abseits der heimischen Strecken Neuland zu erfahren, die Unbill des Transports ist dann schnell vergessen.

Am Flughafen Heraklion half mir ein Betreuer der Careport das Bike vom Band zu hieven und verstaute es gleich im Taxi, kurz darauf im Hotel konnte ich es wieder enthüllen und zusammenschrauben. Auch ein Standplatz in der Lobby war rasch gefunden, dort durfte ich mein Rad für die Dauer des Afenthalts parkieren.

Schon auf der ersten Ausfahrt verlor ich leider meine Signalfahne, und einmal bremste mich ein Plattfuss am Vorderreifen aus, die letzten Kilometer musste ich den Berg hinunterbremsen, flicken versuchte ich erst gar nicht da der Pneu ein Loch gross wie Krater aufwies. Ansonsten verliefen meine kurzen Abstecher ohne unangenehmen Zwischenfälle.

Einen neuen Reifen mit Schlauch liess ich mir in einem Fahrradgeschäft in der Stadt für wenig Geld montieren, nun zeigte sich ein praktischer Vorteil eines Bikes mit abnehmbarem Vorderbau, der passte problemlos ins gemietete Kleinstauto, so musste ich mir nicht die Hände schmutzig machen und das Rad selber demontieren.

Der motorisierte Verkehr abseits der Stadt war gering, nach Heraklion hinein getraute ich mich allerdings nicht, denn die Strassen gehören den Autos, Velos, und erst recht Handbikes, haben dort einen schweren Stand. Unterwegs erzählte mir ein Strassenverkäufer, der seine Kartoffeln auf seinem klapperigen Pick-up feilbot, dass vor vier Jahren sein Kumpel mit dem Rad überfahren wurde, nur wenige Hundert Meter von unserem Standort entfernt. Und ich solle doch eine Flagge montieren.

Umso entspannter waren die Touren ins Landesinnere, wunderbar durch Olivenhaine und Weinstöcke, immer mir der Bergkulisse im Blickfeld, entsprechend war es oft Steil, teils so steil dass mein Vorderrad auf dem glatten, heissen Belag durchrutschte, Flachstrecken gab es kaum. Entlohnt wurde ich durch einmalige Aussichten, und interessante Begegnungen mit den Dorfbewohnern machen den Reiz des Radfahrens erst richtig aus. Die Kommunikation klappte recht gut auf Deutsch oder Englisch.

Leider sind die Strassenränder ziemlich zugemüllt, das war nicht schön anzusehen, und oft rotteten Autoleichen irgendwo im Feld vor sich hin.

Irgendwann war aber der Urlaub zu ende, das Bike musste wieder zerlegt und verpackt werden. Verpackungsfolie und Klebeband habe ich jeweils mit, nur diesmal erwischte ich ein Rolle Klebeband die wohl an der Sonne gelegen hat, denn sie riss immer wieder während ich das Bike einwickelte, das war ärgerlich da es jeweils Ewigkeiten dauerte bis ich das Klebeband wieder aufgepuhlt hatte.

Mein persönliches Fazit: Kreta bietet viele Möglichkeiten sich dem Radsport zu widmen, sei dies auf guten, einsamen Teerstrassen mit Rennbikes oder Tourenhandbikes, oder abgelegenen Naturpfaden und Trails, letztere natürlich nur für Mountainbikes. Allerdings sind Flachstrecken rar, wer die Berge liebt macht mit Radurlaub auf der grössten griechischen Insel nichts falsch.

 

  • Auf dem Weg von Gazi nach Tylissos.
  • Psiloritis Natural Park, die Senke ist Überbleibsel einer Höhle.
  • Blick hinunter nach Heraklion.
  • Mittig erkennt man das Sportstadion.
  • Kreta war vor 2000 Jahren mit Wald bewachsen.
  • Die Ausläufer der Stadt Heraklion.
  • Theseus Beach Village.
  • Eine der unzähligen Kapellen.
  • Kirchturm des Kloster Rodia.
  • Ganz hinten sieht man wieder bis nach Theseus Beach Village.
  • Strässchen zum Kloster Savvathianon.
  • Blick nach Westen auf die Bucht von Heraklion.
  • Bergstrassen ohne Verkehr.
  • Brücke bei Palaiokastro,die New Road verläuft dort.
  • Das Dorf Rodia.
  • Bikeparkplatz in der Hotellobby.
  • Noch neun Kilometer bis Krousonas.
  • Schafherde am Hang.
  • An diesem Platz wurden am 29.08.1941 Einwohner von Kalessa von deutschen Truppen exekutiert.
  • Krousonas.
  • Agias Triada im Zentrum von Krousonas.
  • wowslideshow
  • Reisefertig verpacktes Handbike.
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