Handbike Blog Juli 2022

Sonntag, 31.07.2022

Weissenstein

Weissenstein

Vor sage und schreibe elf Jahren trieb es mich ab Oberdorf auf den Weissenstein. Ein paar Fotos meines damaligen Aufstiegs gibt es hier. Nun war die andere Seite an der Reihe, die Steigungen ab Gänsbrunnen sind zwar nicht ganz so brutal aber kosten doch gehörig Schweiss und Durchhaltevermögen. Die Runde mit meinem Kameraden Mirosch führte ab Wangen an der Aare über Oensingen bis Gänsbrunnen, wobei die zwölf Kilomer auf der Route 30 nicht wirklich attraktiv zu radeln waren, nebst Gegenwind und irgendwie fieser Steigung machte die Wärme zu schaffen, und auch der Autoverkehr bot überhaupt keinen Spass, leider gab es nur den Radstreifen entlang der Hauptstrasse und keinen separaten Radweg. Landschaftlich äusserst reizvoll, und die doch harte Auffahrt auf die Passhöhe mit abschliessender staubtrockener Holperpiste entlang der Aare und teils der Emme, war diese Runde herausvordernd und schön.


Samstag, 30.07.2022

 Pfannenstiel

Diphtong oder Monopthong

Heute machte ich eine Handbikerunde die mich auf den Pfannenstiel führte. Tolle Aussichten und spärlicher Autoverkehr machen diese Tour für mich sehr attraktiv. Pfannenstiel, oft auch Pfannenstil geschrieben, ist ein häufiger Name von langgestreckten Örtlichkeiten, bei der Schreibweise wird es allerding kompliziert, Wikipedia weiss näheres darüber. Die Quintessenz des Artikels, der Pfannenstiel weist eine grössere als nur geringe, lokale Bedeutung auf, was für die standarddeutsche Schreibweise spricht, also ie anstatt nur ein i.


 Donnerstag, 28.07.2022

 Gibswil

Zweimal hoch

Mit Willi zweimal übers Ghöch, die auch als historischer Pass bezweichnete Route von Bäretswil nach Gibswil fuhren wir erst über Hinterbettswil und die extrem Steile Strasse nach Fischenthal hinunter, von dort nahmen wir den Tösstalradweg bis Gibswil um dort bei unserem Kumpel Duri einen Kaffee zu trinken. Weiter ging es in der Sommerhitze die Ghöchstrasse hinauf bis zum Passübergang, wobei der letzte Kilometer mit den Serpentinen sogar ein wenig Passfeeling bereitet. Für den Heimweg nahm ich die Route über Bäretswil und Uster, so sparte ich mir weitere Anstiege, denn es war Zeit aus der Sonne zu kommen bevor ich ganz gar gekocht war.


Sonntag, 24.07.2022

 Bodensee

Schwäbisches Meer

Leider reichte es nicht für ein Bad im See, trotz einladender Temperaturen. Ich fuhr nach Romanshorn um ein Vorspannbike zu testen, das Gerät machte einen guten Eindruck und bot pfiffige technische Lösungen, es hätte mir gut gefallen. Dummerweise gab es nach der ersten Probefahrt den Geist auf, der Grund dafür war mir nicht ersichtlich, denn auf dem Display schien alles in Ordung zu sein. Möglich dass der Motor die Hitze nicht ertrug, oder vielleicht war es auch nur ein Kabelbruch. Jedenfalls schade, Infos über das Produkt gibt es beim Hersteller.


Donnerstag, 21.07.2022

 Gyrenbad

Gyrenbad

Inmitten des hügeligen Tösstals gelegen wurde das Gyrenbad 1464 erstmals erwähnt. 1968 wurde der Badebetrieb eingestellt, heute ist das Gebiet beliebtes Wandergebiet, oder beliebtes Handbikerterrain, ich radle nämlich unheimlich gerne in der Region weil sie so schön hügelig  und von vielen schmalen, selten befahrenen Strässchen durchzogen ist. So kann ich mir bestens tolle Routen zusammenstellen und oft noch neue Wegstrecken entdecken. Und da auch noch immer wieder Waldstücke zu durchqueren sind war ich auf der Tour auch nicht dauernd der Sonne ausgesetzt, trotzdem musste ich mir hie und da einen gehörigen Strahl Wasser auf den Kopf spritzen um mich abzukühlen.


Samstag, 16.07.2022

Pilatus

Mons fractus

Ohne ihn geht gar nichts wenn man eine Tour in der Region Luzern fährt. Der Pilatus, im Mittelalter als Mons fractus bekannt, ist dominant und omnipräsent, auf meiner Tour ab Kriens zum Holderkäppeli konnte ich ihn ausgiebig bestaunen. Dass er nachts beleuchtet ist finde ich unnötig und unsinnig! Ab Holderkäppeli nahm ich dann die Ostabfahrt nach Obernau, hier sind gute Bremsen lebenswichtig, denn es geht über zweieinhalb Kilometer mit ausgeschilderten 18% bergab, dazu hat es zwei Rampen mit deutlich mehr Gefälle und mehrere Abflussrinnen die das schmale Strässchen queren. Da ich noch Zeit und Kraft hatte nahm ich anschliessend noch den Sonnenberg unter die Räder, kurz nach dem Hotel war aber schluss mit Asphalt und somit Schluss mit Auffahrt, denn mit dem Handbike habe ich traktion null auf Schotteruntergrund. Das abendliche Sommerfest bei Freunden in Kriens habe ich mir jedenfalls verdient.


Dienstag, 12.07.2022

 Menzberg

Kein Fressnapf

Nach langer Abstinenz bin ich wieder vermehrt mit meinem liebsten Sportgerät unterwegs. Bei diesem herrlichen Wetter ist eine Handbikerunde natürlich umso schöner, obwohl mir die Sonne wie ein Brennglas auf die Haut brannte. Gut schmierte ich mich kräftig mit Sonnenschutz ein. Der starke Rückenwind blies mich von Nottwil über Buttisholz bis Menznau, dort wartete eine neun Kilometer lange Auffahrt auf mich, Ziel war das höchstgelegene Dorf im Napfgebiet. Die Gegend erinnert mich stark an das Zürcher Oberland, und das Ziel Menzberg sah aus wie ein Zwillingsdorf von Sternenberg. Wenig Verkehr und tolle Kulisse machten die Runde zum puren Genuss, ich bin sicher ich werde in dieser Region noch viele schöne Touren fahren können. Die Abfahrt nach Willisau auf steilen, schmalen Strässchen verlangte alles von den Bremsen, und zurück zum Startort fuhr ich den Radweg über Sursee, zwar entlang der Hauptstrasse, dafür mit nurmehr moderaten Steigungen, jetzt hatte ich genug zu kämpfen mit dem Gegenwind um nicht noch mehr Höhenmeter auf die Route zu packen.


 

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