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Grossglockner

Grossglockner, 20. Juli 2020

 Lange schon stand der Grossglockner auf meiner Wunschliste, irgendwann passte schliesslich die Konstellation von Urlaub und Wetter und ich konnte mich an die berühmte Auffahrt machen.
Bevor es soweit war, musste ich allerdings die anstrengende Anreise ab Innsbruck bewältigen, die 100 Kilometer auf Landstrasse nach dem Autobahnende zogen sich ganz schön hin. Aber auch das brachte ich hinter mich, und schliesslich bezogen wir Quartier in Kaprun.
Während das Wetter an diesem Tag noch durchzogen war, verkündete die Wetterapp für den folgenden Tag meine Lieblingsprognose, sonnig und warm.

Vom Hotel startete ich morgens gegen sieben Uhr, zuvor konnte ich noch ein paar Brötchen und Früchte aus dem Frühstücksraum «stibitzen», denn eine Stärkung würde ich unterwegs bestimmt benötigen. Erst mal führte die Strecke hinunter nach Bruck, dann folgte ich den Schildern zum Grossglockner und befand mich alsbald auf der 107 Richtung Fusch.
Die morgendliche Kühle liess mich nach meinen warmen Handschuhen sehnen, doch ich war zu faul sie aus dem Rucksack zu kramen. Bald würde es ja wärmer werden.
An der Mautstelle Ferleiten wurden die Radler durch eine Schleuse geführt, da passte ich natürlich mit meinem Handbike nicht durch, ich wäre stecken geblieben würde und wohl heute noch darin verharren.
Also unterquerte ich eine Abschrankung, wobei ich auch noch über eine Stufe und durch eine Kiesschicht musste, für mein Tourenbike kein Problem dank genügend Bodenfreiheit.
Dann ging es so richtig los, mit dem wunderschönen Bergpanorama und auch der Steigung, aber leider auch mit dem zunehmenden Auto-und Motorradverkehr. Zwar verhielten sich wirklich alle auf der Strasse Rücksichtsvoll, ich wurde oft gegrüsst, angefeuert und erntete sogar Applaus. Ich hörte aufmunternde Worte von anderen Radfahrern, Komplimente wie "du bist ja deppert" machten richtig Laune, ich weiss ja wie es gemeint war.
Aber irgendwann wähnte ich mich in einer Grossstadt, es herrschte richtiggehend Stau auf den Serpentinen. Kurz nach der Mittagszeit erreichte ich das Fuscher Törl, ich drängte mich an der stehenden Kolonne vorbei und beschloss, nicht bis zum Hochtor zu fahren, der ganze Verkehr wurde mir echt zuviel.
So erklomm ich noch die Auffahrt zur Edelweissspitze auf 2571 Meter Meersehöhe, die Aussicht von dort oben war schlicht grandios. Dann die berauschende Schussfahrt hinunter nach Bruck, und die letzten Kilometer zurück nach Kaprun rollten sich entspannt auf dem tollen Radweg der Salzach entlang.
Die Galerie zeigt Eindrücke der herrlichen alpinen Landschaft, bitte auf das Foto klicken. Infos zum Grossglockner gibt es neben vielen anderen Quellen auf der Website des Salzburger Landes.

   Grossglockner 20.07.2020 003 Reduziert


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